Die Divinol-Zweitaktöle von Zeller+Gmelin nutzen modernste chemische Syntheseverfahren und spezialisierte Additivstrukturen, um diese kritischen Betriebszustände proaktiv zu unterbinden.
Ringstecken und Auslassverkokung: Wie temperaturstabile Basisöle Ablagerungen verhindern
Um die Entstehung von Ölkohle von vornherein zu minimieren, setzt Zeller+Gmelin auf thermisch hochbelastbare Grundflüssigkeiten wie synthetische Ester, Polyalphaolefine (PAO) und hochwertige Hydrocrack-Grundöle. Diese synthetischen Basiskomponenten besitzen eine signifikant höhere Temperaturstabilität als rein mineralische Produkte und verbrennen nahezu rückstandsfrei.
Gleichzeitig sorgt ein exakt abgestimmtes Paket aus detergierenden Additiven dafür, dass mikroskopische Rußpartikel sofort eingekapselt und in der Schwebe gehalten werden. Sie können sich dadurch weder in den Ringnuten noch am Auslassschlitz des Zylinders festsetzen. Der Auslasskanal bleibt frei, was einen unzulässigen Anstieg des Abgasgegendrucks und die damit verbundene thermische Überlastung des Motors effektiv verhindert.
Fuel-Fresh-Formulierung: Schutz vor Entmischung und Kraftstoffalterung bei Standzeiten
Ein spezifisches Problem von Zweitaktgemischen ist ihre begrenzte Lagerfähigkeit. Bei längeren Standzeiten, beispielsweise über die Wintermonate, neigen Benzin und Schmierstoff dazu, sich physikalisch wieder voneinander zu trennen. Wird das Gerät nach der Pause wieder gestartet, erfolgt der erste Hub oft ohne ausreichende Schmierung, was sofort zu schweren mechanischen Schäden führt.
Zeller+Gmelin setzt daher beim Divinol Zweitaktöl FF auf “Fuel Fresh”-Technologie. Spezielle Emulgatoren reduzieren die Grenzflächenspannung zwischen den unpolaren Kohlenwasserstoffen des Benzins und den Schmierstoffmolekülen dauerhaft. Darüber hinaus blockiert die Formal wirksam oxidative Reaktionen im Kraftstoff selbst. Das Gemisch bleibt über einen Zeitraum von bis zu zwei Jahren absolut homogen und zündfähig, wodurch Startschwierigkeiten und verstopfte Vergaserdüsen verhindert werden.
Elektrochemischer Korrosionsschutz: Stabilisierung ethanolhaltiger Kraftstoffe
Der flächendeckende Einsatz von E10-Kraftstoffen mit einem Ethanolanteil von 10% verschärft die Bedingungen im Zweitaktmotor. Ethanol verhält sich hygroskopisch, zieht also aktiv Feuchtigkeit aus der Umgebungsluft. In den Ruhephasen der Maschine führt dies zur sogenannten Phasentrennung: Ein schweres, hochkorrosives Wasser-Ethanol-Gemisch setzt sich am tiefsten Punkt des Kurbelgehäuses ab und greift dort direkt die Kurbelwelle und die empfindlichen Nadellager an.
Divinol-Zweitaktöle wirken diesem elektrochemischen Angriff durch den Einsatz polarer Korrosionsinhibitoren entgegen. Diese Wirkstoffe, unter anderem auf Basis hochstabiler Sulfonate, besitzen eine ausgeprägte Polarität und binden sich chemisch-physikalisch fest an die metallischen Oberflächen. Es entsteht eine extrem widerstandsfähige, hydrophobe Schutzschicht. Ergänzt wird dieses System durch Buntmetallinhibitoren, die Nichteisenmetalle im Lagerkäfig passivieren, sowie durch eine alkalische Reserve, welche saure Reaktionsprodukte sofort chemisch neutralisiert.