Der gemeinsame Ölkreislauf im Motorrad stellt das Öl vor drei teils widersprüchliche Anforderungen, die es gleichzeitig erfüllen muss.
Motorschmierung bei extremen Drehzahlen
Motorradmotoren drehen deutlich höher als PKW-Motoren, in vielen Fällen bis zu doppelt so hoch. Dieser Unterschied bedeutet, dass der Schmierfilm unter Drehzahlen und Temperaturen stabil bleiben muss, für die konventionelle PKW-Öle nicht ausgelegt sind. Gleichzeitig ist die Ölmenge im System eines Motorrads deutlich geringer als bei einem PKW-Motor, was die thermische Belastung des einzelnen Ölanteils erhöht.
Getriebeschutz durch Scherstabilität und EP-Additive
Die Scherkräfte, die zwischen den Zahnrädern im Motorradgetriebe herrschen, sind erheblich höher als im Motor selbst. Ein Öl, das unter diesem Kräften seine Viskosität verliert, kann den tragfähigen Schmierfilm zwischen den Zahnflanken nicht mehr aufrechterhalten. Die Folge ist Pitting, der sogenannte Lochfraß an Zahnradflanken, der zunächst als Oberflächenveränderung beginnt und zum vorzeitigen Getriebeversagen führt.
Divinol-Bike-Öle enthalten EP-Additive, welche unter Hochdruckbedingungen an den Zahnflanken eine schützende Reaktionsschickt bilden. Zusätzlich siegen schwerstabile Polymere dafür, dass die Viskosität des Öls auch unter den mechanischen Belastungen des Getriebes erhalten bleibt. Für eine produktspezifische Bestätigung der EP-Additivierung steht der technische Außendienst von Zeller+Gemelin zur Verfügung.
Kupplungsverträglichkeit ohne Kompromisse
Das Öl muss gleichzeitig schmieren, ohne die Reibeigenschaften der Nasskupplung zu beeinträchtigen. Dieser Zielkonflikt ist das technische Kernproblem des Zweiradöls. Additive, die an einer Stelle Reibung reduzieren sollen, dürfen an anderen keinen Reibungsverlust verursachen. Diesen zentralen Konflikt löst die JASO-MA2-Formulierung der Divinol-Bike-Öle durch ein Additivpaket. Dieses wurde gezielt auf die Anforderungen des gemeinsamen Ölkreislaufs abgestimmt.