Zeller+Gmelin setzt bei den Divinol-Nutzfahrzeug-Schmierstoffen auf eine Kombination aus hochentwickelten synthetischen und teilsynthetischen Grundölen der API-Klassen II, III und IV sowie maßgeschneiderte High-End-Additivpakete. Diese Synergie schützt effektiv vor den vier größten Risiken im Heavy-Duty-Einsatz:
TBN-Reserve für lange Ölstandzeiten und sicheren Korrosionsschutz
Bei der Verbrennung von Dieselkraftstoff entstehen unweigerlich aggressive, saure Nebenprodukte: hochkorrosive Schwefelsäure aus Schwefelresten (SOx), Salpetersäure aus Stickoxiden (NOx) und organische Säuren durch die oxidative Alterung des Öls bei extremer Hitze. Ohne Gegenmaßnahmen würden diese Säuren empfindliche Bauteile wie die Buntmetalle in den Lagerschalen, Kolbenringe und Dichtungen chemisch wegätzen.
Divinol-Motorenöle verfügen daher über eine extrem starke alkalische Reserve, ausgedrückt durch eine hohe TBN (Total Base Number). Die enthaltenen basischen Additive wirken wie ein chemischer Puffer. Sie fangen entstehende Säuren sofort ab und wandeln sie in neutrale, unschädliche Salze um, die technologische Basis für lange Wechselintervalle ohne Korrosionsrisiko.
Verschleißschutz für Zylinder und Kolben unter Extrembelastung
Unter hoher Dauerlast droht schweren Dieselmotoren das sogenannte Bore Polishing (Spiegelglatt-Schleifen der Zylinderlaufbahnen). Dabei wirken harte Ruß- und Kohleablagerungen am Kolbenkopf wie Schmirgelpapier und schleifen die mikroskopisch feine Kreuzhonausführung der Zylinder glatt. Ohne diese feinen Rillen findet der Schmierfilm keinen Halt mehr, er reißt ab und es kommt zum fatalen Zylinderklemmen.
Divinol-Schmierstoffe verhindern diesen Effekt zweifach: Hocheffiziente Detergentien und Dispergiermittel halten Rußpartikel fein umhüllt in der Schwebe, sodass sie sich gar nicht erst ablagern können. Gleichzeitig bildet eine Premium-Anti-Wear-Additivierung eine mikroskopische, extrem widerstandsfähige Schutzschicht auf den Metalloberflächen, die den direkten Metall-zu-Metall-Kontakt unterbindet.
Low-SAPS-Technologie für moderne Abgasnachbehandlungssysteme
Moderne Euro-VI-Nachbehandlungssysteme wie SCR-Katalysatoren und Dieselpartikelfilter (DPF) reagieren extrem empfindlich auf das Motoröl, das systembedingt in minimalen Mengen mitverbrennt. Klassische Verschleißschutzadditive enthalten Sulfatasche, Phosphor und Schwefel (SAPS). Diese Stoffe verstopfen jedoch den DPF mit unverbrennbarer Asche und „vergiften“ die chemische Oberflächenbeschichtung des SCR-Katalysators.
Divinol Low-SAPS- und Mid-SAPS-Öle lösen diesen Zielkonflikt: Ein Großteil der aschebildenden metallischen Reiniger wird durch modernste, aschefreie organische Komponenten ersetzt. Da Divinol zudem auf hochreine Grundöle mit enormer Eigen-Stabilität setzt, kann der Gesamteinsatz kritischer Additive drastisch reduziert werden. Das schont die Abgasnachbehandlung, ohne den Motorschutz zu schmälern.
Sicherer Motorschutz bei Kaltstart und langen Leerlaufzeiten
Bei extremen Kaltstarts im Winter ist das Öl zähflüssig. Viskositätsoptimierte HD-Motorenöle von Divinol, wie SAE 5W-30 oder SAE 0W-20, bleiben auch bei tiefsten Temperaturen extrem fließfähig. Das Öl erreicht sofort nach dem Start alle Schmierstellen. Zudem sorgt die polare Struktur der Additive dafür, dass selbst nach tagelangem Stillstand ein haftintensiver Schmierfilm auf den Metalloberflächen verbleibt, der als Notlaufschmierung dient.
Lange Leerlaufzeiten an Laderampen oder auf Baustellen belasten das Öl ebenfalls: Durch die unvollständige Verbrennung im kalten Zustand kondensieren Kraftstoff und Wasser in die Ölwanne. Diese Schmierstoffverdünnung lässt die Viskosität gefährlich absinken. Divinol-Hochleistungsöle federn diesen Stress ab: High-End-Dispergiermittel verhindern die Bildung von kalter Verschlammung, während die starke TBN-Reserve entstehende Säuren kontinuierlich neutralisiert.