Wer Schneidöle ausschließlich über den Literpreis bewertet, rechnet an der falschen Stelle. Die Kennzahlen, die tatsächlich zählen, sind Verbrauch, Werkzeugstandzeit und Stillstandskosten.
Verdampfung und Ölnebel
Öl, das verdampft oder als feiner Nebel in der Maschinenkapsel zerstäubt wird, verlässt den Kreislauf dauerhaft. Dieser Verlust ist kumulativ und unauffällig: Er fällt erst auf, wenn der Nachfüllbedarf steigt. Messbar ist die Verdampfungsneigung zum Beispiel über die Bestimmung des NOACK-Werts. Basisöle der Gruppe II und III weisen hier gegenüber Gruppe-I-Ölen deutliche Vorteile auf und verhalten sich unter mechanischer Belastung stabiler.
Verschleppung durch Späne
Wie viel Öl an Spänen aus der Maschine getragen wird, hängt vor allem auch von der Viskosität ab. Die niedrigste Viskosität, mit der der Prozess noch stabil läuft, minimiert die Verschleppung. Was trotzdem haftet, lässt sich durch Brikettierpressen oder Zentrifugen zurückgewinnen und dem Kreislauf wieder zuführen. Zeller+Gmelin unterstützt Betriebe über die Tochtergesellschaft Südöl bei der Aufbereitung und dem Recycling gebrauchter Schneidöle.
Was die Gesamtrechnung zeigt
Ein Schneidöl, das pro Liter mehr kostet, aber seltener nachgefüllt werden muss, Werkzeugstandzeiten verlängert und Prozesse stabil hält, ist am Ende wirtschaftlicher. Das ist keine Faustregel, sondern mit den Prozessparametern Verbrauch, Werkzeugkosten und Stillstandszeiten berechenbar.
Wenn der Verbrauch Ihres Schneidöls höher ist als erwartet oder Werkzeugstandzeiten schwanken, lohnt sich eine Prozessanalyse. Das Fluidmanagement von Zeller+Gmelin begleitet Betriebe von der Bestandsaufnahme bis zur laufenden Optimierung.